Franz Zach

Automechaniker. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1908    † 1942

 

Herkunft, Beruf

Franz Zach wurde am 30.1.1908 in Wieselburg-Ungarisch Altenburg geboren. Er war Automechaniker. 1922 trat er der Gewerkschaft der Metallarbeiter bei.

Mitglied einer kommunistischen Betriebsorganisation

Franz Zach war Mitglied der kommunistischen Betriebsorganisation bei Austro-Fiat (Wien-Floridsdorf).

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 17. 6. 1941 wurde Franz Zach verhaftet und am 29. 9. 1942 gemeinsam mit Max Peschek, Ferdinand Platzer, Anton Strömer und Robert Mikes (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 18.12.1942 wurde er im LG I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Er betätigte sich (…) als Verbindungsmann der Bezirksleitung in Floridsdorf zu den illegalen Betriebszellenleitern der Firmen Shuttleworth, Fiat-Werke und Reichsbahnausbesserungswerk. (…) Die Angeklagten haben sich sämtliche bis tief in den Krieg hinein (…) Zach bis Anfang Juni 1941, betätigt. Sie waren alle Funktionäre und haben durch umfangreiche Kassierung, durch Weitergabe illegaler Hetzschriften, teilweise auch durch Werbung neuer Mitglieder eine äußerst gefährliche Tätigkeit entfaltet.“

Gedenktafel, Denkmal

Sein Name steht auf einer 1946 von der KPÖ-Floridsdorf gestifteten Gedenktafel (jetzt: Wien 21, Galvanigasse 15-17); ebenso auf dem 1949 enthüllten Denkmal der Fa. ÖAF-Gräf & Stift in Wien-Floridsdorf, jetzt in Wien-Liesing (Brunner Straße).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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